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Erschienen am: 29.04.2021

Rückschau auf die InfoVerm 2021

Die Informationsveranstaltung der BVV fand erstmals virtuell statt

InfoVerm2021

Die InfoVerm (Informationsveranstaltung der Bayerischen Vermessungsverwaltung) wurde am 21. April 2021 erstmals im digitalen Format durchgeführt. Der allen Interessierten kostenfrei angebotene Livestream aus dem Münchner InfoVerm-Studio im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung wurde von erfreulich vielen Besucherinnen und Besuchern aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung genutzt.

Die einzelnen Vorträge der InfoVerm 2021 sind im Internet eingestellt und können frei zugänglich auf unserer Homepage unter https://www.ldbv.bayern.de/aktuell/termine/infoverm.html aufgerufen werden. Auch auf unserem YouTube-Kanal können die einzelnen Vorträge unter https://www.youtube.com/channel/UCiDpnobgANzQKutGdRW1Cyg angeschaut werden.

Hier sind die Vorträge im Kurzüberblick:
Der Präsident des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, Wolfgang Bauer, eröffnete die virtuelle Veranstaltung und stellte die neuesten Produkte und Dienstleistungen der Bayerischen Vermessungsverwaltung sowie des IT-Dienstleistungszentrums vor.

Dr. Gerhard Lehrberger von der TU München präsentierte den "Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten". Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wieviele Gletscher es gab und wo sie verliefen. Wichtigstes Hilfsmittel zur Lösung dieser Frage sind genaue Geodaten, insbesondere die auf Laserscanning beruhenden Geländemodelle. Hier werden die geologischen Strukturen erkennbar, die sich maßgeblich auf die Orientierung der Gletscherverläufe auswirken.

Johannes Schmidt von der Universität Leipzig gab im Anschluss daran einen Einblick in die Karlsgrabenforschung und stellte das Thema "Karlsgraben 2.0 – Das Potential neuer Methoden für archäologische Denkmäler" vor. Der in den Jahren 792/93 n.Chr. errichtete Karlsgraben ist eines der größten archäologischen Denkmäler Bayerns. Er sollte die Europäische Hauptwasserscheide überbrücken und die Abflusssysteme des Rheins mit dem der Donau verbinden. Schmidt zeigte in seinem Vortrag, wie relevant Geodaten zum Verständnis dieser Anlage sind.

Nils Ruminski von INTEND Geoinformatik in Kassel referierte über den "Waldinfoplan", der dazu dient, die Kernprozesse des Forstbetriebs mit den notwendigen Informationen und Karten bestmöglich zu unterstützen und sie dort zur Verfügung zu stellen, wo sie gebraucht werden, im Wald und im Büro.

Dr. Roland Linck vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München präsentierte das Thema "Luftbilder und Geländemodelle in Archäologie und Denkmalpflege". Er gab eine kurze Einführung in die Luftbildarchäologie, führte die Verwendung von Schräg- und Ortholuftbildern vor, beschrieb die Einsatzmöglichkeiten von ALS-Daten für Geländedenkmäler und zeigte die Weiterverarbeitung zur Viewshed-Analyse.

Alfons Brandl und Reinhard Brodrecht referierten gemeinsam über das Thema "Sturzflut-Risikomanagement". Sie zeigten auf, wie sich mit Starkregensimulatoren gefährdete Gebiete erkennen lassen und welche Schutzmaßnahmen entwickelt werden können. Die Laserscandaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung bieten dabei die Grundlage zur Ermittlung gefährdeter Gebiete sowie zur Festlegung von Einzugsgebieten für eine gezielte Alarmierung.

Die Kunst- und Kulturgeschichtlerin Theresa Hauck stellte das Thema "'Eine Stadt steht Modell' – das Stadtmodell von Aichach mit Basisdaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung" vor. Sie zeigte, wie das historische Stadtmodell von Aichach, das 2020 im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" präsentiert wurde, mit den Daten der Bayerischen Vermessungsverwaltung entwickelt wurde.

Zum Abschluss der Veranstaltung berichtete Professor Dr. Thomas Kolbe von der TU München über das Projekt "Einsatz von Geomassendaten" und stellte den Aktivitätenkatalog des Runden Tisches GIS vor.

Datum und Format der nächsten InfoVerm 2022 werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

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